Informationen

 

Leitfaden für den Helferkreis Poing (HKP)

zur Betreuung von Schutzsuchenden

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

fast täglich lesen Sie es in der Presse, dass Schutzsuchende (Flüchtlinge und Asylbewerber) Hilfe benötigen, weil sie sich zunächst in einem für sie ungewohnten Kulturkreis und mit dem Alltagsleben in unserer Gemeinde Poing vertraut machen müssen. Das Ziel des Helferkreises Poing ist es, die Schutzsuchenden bei den ersten Schritten zu ihrer Integration zu unterstützen.

Stellen Sie sich vor, sie kommen plötzlich nach Eritrea und sollen sich dort zurechtfinden. Sie sollen in einer kleinen Stadt oder in einem kleinen Ort leben. Sie verstehen kein Wort von dem, was die Einheimischen in ihrer Sprache sprechen, sie kennen vieles nicht, was es im Lebensmittelladen zu kaufen ist, sie können kein Wort lesen, weil es so geschrieben aussieht: ቤት መግቢ. Dabei heißt das in der Landessprache Tigrinja ganz einfach: Restaurant.

Können Sie sich jetzt vorstellen, warum ein Schutzsuchender Ihre Hilfe benötigt?
Wenn ja, dann freuen sich die Schutzsuchenden und der Helferkreis über Ihre Mithilfe.

Aber was ist „Hilfe für Schutzsuchende“? Was kommt auf Sie als Helfer eigentlich zu?

Weil das für jeden, der sich zur Hilfe bereitfindet, auch erst einmal Neuland ist, wurde dieser Leitfaden als Information für die Helfer zusammengestellt. Er ist keine Gebrauchsanweisung für Schutzsuchenden-Hilfe. Es ist ein Leitfaden zu den Tätigkeitsbereichen mit dem Ziel, eine erfolgreiche Integration der Schutzsuchenden zu unterstützen. Der Leitfaden zeigt für viele Aufgaben einen Weg auf und wird sich auf Grund der gemachten Erfahrungen weiterentwickelt.

Noch eine kleine Bemerkung vorab:

 Vermeiden Sie jede zu starke emotionale Bindung sowie Diskussionen über politische Ausrichtungen, wenn Sie sich zu Hilfeleistungen entschließen, nicht über die deutsche Politik und nicht über die Politik im Heimatland des Schutzsuchenden. Sie werden Menschen begegnen, die vor einem Regime geflohen sind und Sie werden anderen Menschen begegnen, die vor irgendeiner Terroristen-Armee aus dem gleichen Land geflohen sind. Politische Diskussionen sind in der Regel wenig erhellend und eher verwirrend für beide Seiten!

Und daher verliert auch dieser Leitfaden kein Wort über Politik oder deren Ausrichtung.

 

Noch zwei kleine Hinweise:

Für eine bessere Lesbarkeit wird im Text der Einfachheit halber nur die männliche Form der Helferansprache verwendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.

Sie werden in diesem Leitfaden, aber auch in anderen Publikationen, immer wieder die Begriffe Flüchtlinge, Asylbewerber und Schutzsuchende lesen. Der in Gesetzen und Richtlinien der Bundesrepublik verwendete Begriff Asylbewerber bzw. Flüchtling wird im allgemeinen Sprachgebrauch immer häufiger durch Schutzsuchende ersetzt. So verwenden auch wir hier im Leitfaden die Bezeichnung Flüchtling bzw. Asylbewerber nur im Zusammenhang mit gesetzlichen Regelungen.

 

Schutzsuchende in der Gemeinde Poing

Allein mit der Unterbringung von Schutzsuchenden ist es nicht getan. In der Folge entstehen gewaltige gesellschaftliche Herausforderungen in den Gemeinden. Teilhabe am täglichen Leben, Bildung, Hilfe bei der medizinischen Versorgung, Hilfe bei der Arbeitssuche, Integration in die Gesellschaft sind nur ein paar Stichworte, die zeigen, welche Ansprüche erfüllt werden müssen, um diesem Personenkreis in der Fremde ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Für diese praktischen Hilfeleistungen in der „unbekannten Sprache Deutsch“ gibt es staatlicherseits, das schließt auch Städte und Gemeinden ein, nur sehr begrenzte Hilfestellungen.

Wie in vielen Gemeinden der Bundesrepublik hat sich daher auch in der Gemeinde Poing ein freiwilliger Helferkreis für diese Aufgaben gebildet. Ein besonderes Hilfsangebot gewährt die Gemeinde Poing selbst mit der Schaffung einer hauptamtlichen Funktion „Asyl- und Flüchtlingsthemen“.

Damit bietet die Gemeinde eine Verbindung von den individuellen Helferdiensten zu den gesetzlich festgelegten Unterstützungsleistungen.

 

Beauftrage für Asyl- und Flüchtlingsthemen Gemeinde Poing

Seit 01. März 2016 ist Frau Margit Burdack die feste gemeindliche Ansprechpartnerin für Asyl- und Flüchtlingsthemen gegenüber dem Landratsamt Ebersberg, dem Helferkreis, den Vereinen, den Kirchen, den Arbeitgebern, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Nachbargemeinden und anderen Behörden.

Sie berät Schutzsuchende in allgemeinen Fragen, registriert die ehrenamtlichen Helfer und beschafft Informationen zu Asyl- und Flüchtlingsthemen. Es ist ein Bürgertelefon geplant, Informationsveranstaltungen und regelmäßig „runde Tische“ werden organisiert und durchgeführt. Sie wird auch das Integrationskonzept zur Asyl- und Flüchtlingsthematik der Gemeinde Poing regelmäßig auf Aktualität überprüfen und fortschreiben.

Aktuelle Entwicklungen zum Themengebiet werden im Nachrichtenblatt der Gemeinde unter der Rubrik Asyl- und Flüchtlingsthemen veröffentlicht. Zudem bietet die gemeindliche Homepage aktuelle Fakten und weiterführende Informationen.

https://www.poing.de/leben-freizeit/asylbewerber.html  

 

Warum gibt es eigentlich Helferkreise?

Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) regelt die Höhe und Form von Leistungen durch staatliche Organe, die materiell hilfebedürftige Asylbewerber, Geduldete, sowie Ausländer, die vollziehbar zur Ausreise verpflichtet sind, in Deutschland beanspruchen können. Das umfasst finanzielle und Sachhilfen und im begrenzten Umfang für Schutzsuchende aus Eritrea, Irak, Iran und Syrien auch Kostenübernahme für professionelle Deutsch- und Integrationskurse.

(Ausführliche Erläuterung auf https://de.wikipedia.org/wiki/Asylbewerberleistungsgesetz )

Die staatlichen Organe der Bundesrepublik sind aber nicht verpflichtet, individuelle Hilfeleistungen zu erbringen. Die Einführung in das tägliche Leben, das Finden der erforderlichen Wege und Möglichkeiten, um die staatlichen Hilfen überhaupt zu erlangen, ist durch kein Gesetz geregelt.

Diese Lücke füllen die freiwilligen Helfer im Ehrenamt aus. Sie geben ersten, nicht-professionellen Deutschunterricht, leisten Hilfe bei den diversen Behördengängen, übernehmen erste Integrationsarbeit, helfen die richtigen Ärzte bei Krankheiten zu finden etc.

 

Helferkreis Poing - Ehrenamt für Schutzsuchende

Der Helferkreis Poing hat sich zum Ziel gesetzt, die Schutzsuchenden in der Gemeinde Poing willkommen zu heißen und sie bei den Belangen des Alltags zu unterstützten.

Diesem Helferkreis kann jeder Bürger beitreten. Die Mithilfe ist ehrenamtlich und kann selbstverständlich jederzeit beendet werden. Der Helferkreis unterliegt keinerlei Rechtsform. Helfer müssen sich nur dazu verpflichten, die ihnen zur Kenntnis kommenden persönlichen Daten der Schutzsuchenden entsprechend den allgemeinen Datenschutzrichtlinien zu behandeln.

https://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz   

Bürger, die sich als Helfer für Schutzsuchende engagieren wollen, können sich bei der Gemeinde Poing über die Homepage eintragen.

https://www.poing.de/leben-freizeit/asylbewerber/so-koennen-sie-helfen.html    

Wenn Sie aktiver Helfer werden, erhalten Sie einen Helferausweis der Gemeinde. Neben der Möglichkeit, wenn erforderlich, sich als Helfer auszuweisen, ist dieser Helferausweis aber auch Versicherungsnachweis. Der aktuelle Umfang des Versicherungsschutzes kann auf der Homepage der Gemeinde nachgelesen werden.

Aktuelle Informationen zu den Asyl-und Flüchtlingsthemen können ebenfalls auf der Homepage der Gemeinde unter

https://www.poing.de/leben-freizeit/asylbewerber.html  gefunden werden.

 

Grundsätze der Hilfe, Status der Helfer

( http://www.stmas.bayern.de/ehrenamt/versicherung/index.phpnach

 

Organisation des Helferkreises

Der Helferkreis ist ein Zusammenschluss von ehrenamtlich arbeitenden Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Poing. Nach Interesse können sich Ehrenamtliche an bestehende Teams mit Schwerpunkten, an Vereine oder Organisationen anbinden, um direkte Hilfe zu leisten. Ortsansässige Vereine, Organisationen, die Kirchen, Ärzte und Geschäfte bieten auf unterschiedliche Weise Hilfe für Schutzsuchende, so dass sich im Ort ein soziales Netzwerk an Hilfen gebildet hat.

Um die Unterstützung so zielgerecht wie möglich zu gestalten, hat sich der Helferkreis eine Aufgabenstruktur gegeben, die sich an den unterschiedlichen Hilfsangeboten orientiert.

Die Struktur stellt sich im Sinne eines Organisationsplanes dar, ist aber keine Hierarchie, sondern dient der Orientierung für alle Beteiligten. Bei Bedarf stimmen sich die Teamkoordinatoren zwichen den einzelnen Aufgabenbereichen ab. Die Zusammenarbeit und der „Knowhow Transfer“ zwischen den Helfern erfolgt nach aktuellen Erfordernissen:

http://helferkreis-poing.de/pages/forum.php

 

Aufgabenbereiche des Helferteams

Zunächst einmal klären Sie für sich nach der Entscheidung „ich helfe“, in welchem Aufgabengebiet und mit welchem Zeitkontingent Sie gerne helfen wollen.

 

 

Unser Helferkreis hat eine Teamstruktur geschaffen, die eine Orientierung ermöglicht, wo der einzelne Helfer mitwirken kann.

Diese Teamstruktur stellt die Aufgabenbereiche dar. In den Aufgabenbereichen finden sich Helfer mit gleichen Interessen zusammen. Es liegt auf der Hand, dass alle Helfer eines Aufgabenbereichs Teams bilden werden. Dabei ist die Helfer-Zugehörigkeit zu einem Team nicht fixiert.

Beispielsweise kann ein Pate selbstverständlich auch bei Behördengängen oder in anderen Teams ebenso helfen. Ein Pate hilft in allen Integrationsfragen und verbringt Zeit mit seinem „Patenkind“, hat aber häufig keine Zeit für Behördengänge, die in seine eigene Arbeitszeit fallen. Ein Helfer bei Behördengängen sammelt nach einigen Behördenbesuchen so viel „Knowhow“ an, dass er genau weiß, welche Unterlagen für diesen oder jenen Behördenbesuch, vorwiegend in Ebersberg, erforderlich sind.

 

Bei der Kleiderkammer, die die Schutzsuchenden mit gespendeten Bekleidungen versorgt, wird klar, dass viele Funktionen eine Konzentration auf ein Team erfordern. Der Begriff Aufgabenbereich wird daher gelegentlich mit dem Begriff Team gleich gesetzt.

 

Die Teambildung sorgt auch dafür, dass die absolut notwendige Kommunikation zwischen Helfern eines Teams nicht ausufert. Wenn ein Deutschlehrer einen Ersatzlehrer für seine Deutschstunde sucht, muss das nicht an alle Helfer kommuniziert werden. Es genügt im Normalfall die Helfer des eigenen Teams anzusprechen.

Um aber bei Bedarf alle Helferteams zu übergeordneten Themen zu informieren oder Werkzeuge für die tägliche Arbeit zu liefern, Kommunikation im übergeordneten Sinn wahrzunehmen, gibt es eine zentrale Gesamtkoordination des Helferkreises.

 

Ansprechpartner für die Aufgabenbereiche

 

Team

Name Teamkoordinatoren

Email

Tel.Nr.

Asyl- und Flüchtlings-themen,

Gemeinde Poing

Margit Burdack

Asyl(at)Poing(dot)de

0812197 94-145

Gesamtkoordinatination

Dieter Finkhäuser

Götz Kirchhoff

Angela Schulz

KDE(at)Finkhaeuser-Poing(dot)de

Helferkreis(at)Kirchhoff-mail(dot)de

Ziedudeja(at)web(dot)de

08121 71147

08121 7566

 

Kommunikation

Dieter Finkhäuser

KDE(at)Finkhaeuser-Poing(dot)de

08121 71147

Mediation

Walter Hinz

praxis(at)w-hinz(dot)de

08121 7 31 80

Begrüßungsteam

Christina Snoeckx

Ingrid Knauer

Tina(dot)Snoeckx(at)googlemail(dot)com

Iknauer(at)t-online(dot)de

08121 71401

08121 81629

Deutschkurse

Deutsch-Orga Team

Deutschkurs-poing(at)outlook(dot)de

 

Lerntreff Deutsch

Familienzentrum

asylprojekt(at)familienzentrum-poing(dot)de

08121 71771

Spielen mit Deutsch

Familienzentrum

asylprojekt(at)familienzentrum-poing(dot)de

08121 71771

Integrationhilfen und-kurse

Angela Schulz

ziedudeja(at)web(dot)de

 

Behörden und Ärzte

Barbara Malchow

Wilfrid Heckmann

Barbara(dot)Malchow(at)arcor(dot)de

 

0170 2165941

Ärztesprechstunde in der Halle

Christina Snoeckx

Tina(dot)Snoeckx(at)googlemail(dot)com

08121 71401

Arbeit und Jobcenter

Berhard Diecker

Heinz Drobe

bernhard(at)diecker(dot)de

dgtheinzdrobe(at)aol(dot)com

08121 8589

0173 9398566

Kleiderkammer

Nina Wette

Rosemarie Hingerl

Anja Orth

n(dot)wette(at)gmx(dot)net

rosemarie(dot)hingerl(at)web(dot)de

anja(dot)orth(at)power-script(dot)de

08121 227128

08121 81237

08121-977887

Patenpool

Rosi Habeck

Christa Bauer-Germeier

Margit Haanraetz

rosi(dot)habeck(at)mnet-online(dot)de

germeisen(at)t-online(dot)de

AsylprojektPaten(at)familienzentrum-poing(dot)de

08121 972946

08121 973196

08121 71771

Freizeit und Sport

Nina Wette

Ingrid Knauer

Regina Vogel

n(dot)wette(at)gmx(dot)net

Iknauer(at)t-online(dot)de

regina(dot)dreher(at)yahoo(dot)de

08121 227128

08121 81629

0175-1686216

Café International

Familienzentrum

Asylprojekt(at)Familienzentrum-Poing(dot)de

08121 71771

Mobilität / Fahrräder

Dennis Urban (Werkstatt)

DennisUrban(at)gmx(dot)net

 

Nations Committee

Kerstin Erk

Nina Wette

k(dot)erk(at)posteo(dot)de

n(dot)wette(at)gmx(dot)net

0179-17473323

08121 227128

 

Arbeitsweise der Teams

Die hier beschriebene Arbeitsweise, die Zuordnung von Hilfen, ist aus der Erfahrung der letzten zwei Jahre entstanden. In der Praxis gibt es immer wieder Überschneidungen. Um Doppelarbeiten oder Versäumnisse zu vermeiden, sind es die Helfer gewohnt, im direkten Kontakt untereinander oder teamübergreifend Probleme zu lösen. Hierbei ist es auch das Ziel, mit der Unterstützung der Asyl- und Flüchtlings-Koordination der Gemeinde Poing bzw. dem Landratsamt Ebersberg Problemlösungen zu erarbeiten. Die Zusammenarbeit mit der vom Landratsamt Ebersberg beauftragten Security für die großen Unterkünfte ist in vielen Fällen von besonderer Bedeutung, weil hier ein täglicher Kontakt zu den Schutzsuchenden besteht.

 

Gesamtkoordination

Die Gesamt-Koordinatoren nehmen alle übergeordneten Aufgaben und Abstimmungen der Teams im Helferkreis wahr, die nichts direkt mit der individuellen Hilfe für einen einzelnen Schutzsuchenden zu tun haben. Außerdem sind sie mit den landkreisweiten Helferkreisen koordiniert. Für die nördlichen Gemeinden des Landkreises Ebersberg wurde eine Untergruppe gebildet, um gemeinsamen Fragestellungen mit dem LRA EBE zu klären. Eine wesentliche Aufgabe ist das Aufrechterhalten der Kommunikation zwischen und mit allen Beteiligten, ob persönlich, telefonisch, und insbesondere über das erstellte „Forum Helferkreis Poing“, das für die registrierten Helfer als Kommunikationsplattform dient, um die Flut der Emails einzudämmen.

 

Teamkoordination

Jeder Aufgabenbereich des Helferkreises hat eine Teamkoordination. Diese bilden alle gemeinsam mit der Gesamtkoordination den Helfer-Steuerungskreis, der sich bei Bedarf trifft, um sich auszutauschen, abzusprechen und die Arbeit der Teams untereinander abzustimmen. Die Teamkoordinatoren steuern den gruppeninternen Informationsfluss und die Abarbeitung der Aufgaben selbstständig.

Bedingt durch die steigende Anzahl an Schutzsuchenden, aber auch durch eine höhere Anzahl von Helfern, hat sich die Menge der Emails und Nachrichten aller Art vervielfacht. Nicht jede dieser Nachrichten ist für jeden Helfer gleichwohl von Interesse. Es ist daher die Zielsetzung, dass die Teamkoordination ihre Information und Kommunikation über das Forum leiten und hier die Team-internen Themen definieren. Die Teamkoordinatoren geben Nachrichten nur an andere Aufgabenbereiche oder einzelne Helfer weiter, wenn die Nachricht für sie notwendig ist.

Zielsetzung, die Zahl der Nachrichten für den Einzelnen geringhalten.

 

Mediation

Damit die Hilfe für Schutzsuchende nicht durch aufkeimende Konflikte beeinträchtigt wird, kann im Bedarfsfall ein Mediator zur Lösung von Problemen hinzugezogen werden.

 

Kommunikation und Information

Die Kommunikation und Information innerhalb des Helferkreises wird maßgeblich über ein Forum bzw. Email gestaltet. Jeder Helfer registriert sich deshalb selbst beim Forum nachdem er sich bei der Gemeinde Poing als Helfer angemeldet hat. Dann kann hiermit gezielt die aktuellen Informationen seines Teams bzw. auch der anderen Teams zugegriffen werden.

Hinweis: Nach der persönlichen Registrierung im Forum erfolgt die Freischaltung, sobald auch die persönliche Helfer-Registrierung bei der Gemeinde Poing erfolgt ist.

Forum: http://helferkreis-poing.de/pages/forum.php

Helferregistrierung Gemeinde Poing:

https://www.poing.de/leben-freizeit/asylbewerber/so-koennen-sie-helfen.html

 

Das Werkzeug: die Datenbank

Wer die vielfältigen Hilfestellungen und Aufgaben im Leitfaden wahrgenommen hat, erkennt, dass diese ohne viele persönlichen Informationen über die Schutzsuchenden nicht zu bewältigen sind. Viele Informationen von hunderten Schutzsuchenden aber verantwortlich zu verwalten, bedarf eines Werkzeuges, wir nennen dies „Datenbank“.

In dieser Datenbank erhalten die Teams mit insgesamt mehr als einhundert Helfern Antworten auf viele Fragen, um Hilfeleistungen effektiv zu gestalten

Um diese Herausforderung über die nächsten Jahre möglichst systematisch und ohne „vergessene Schutzsuchende“ zu meistern, wird mit Unterstützung der Gemeinde diese Datenbank der Schutzsuchenden eingerichtet. In dieser Datenbank werden von einigen Helfern und Gemeindemitarbeitern die wichtigen Daten der Schutzbedürftigen erfasst und stehen den Helferteams und den mit Flüchtlingsfragen betrauten Gemeindemitarbeitern entsprechend ihrem Aufgabenbereich zur Verfügung.

Die Zugriffsrechte für Eintragungen, Löschungen und Auslesen werden durch Filter definiert. Jedem Team wird entsprechend seiner Aufgaben ein Filter zugewiesen. Die durch Filter entstehenden Einschränkungen beim Auslesen der Daten ermöglichen die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien.

 

Begrüßungsteam: Erfassung individueller Daten

Eine Auflistung der neu ankommenden Schutzsuchenden wird vom Landratsamt der Asyl- und Flüchtlingsbeauftragten der Gemeinde Poing zugestellt. Helfer des Begrüßungsteams nehmen an Hand dieser Listen Kontakt zu den neuen Schutzsuchenden auf und sind damit die ersten, welche die neu ankommenden Schutzsuchenden mit einigen vorbereiteten Informationen in der Landesprache des Schutzsuchenden „begrüßen“.

Die Helfer des Teams übernehmen auch die Ersterfassung aller Daten des Schutzsuchenden, die erforderlich sind, um ihm eine passende Hilfestellung zukommen zu lassen. Beispielsweise wird der Deutschkurs für einen Analphabeten grundsätzlich anders ablaufen als für einen Studenten nach dem x-ten Semester.

Der Umfang der zu erfassenden Daten und die weitere Bearbeitung ist im Abschnitt Fragebogen für Schutzsuchende beschrieben.

 

Deutschkurse

Ehrenamtliche Deutschlehrer wollen den Schutzsuchenden die deutsche Sprache durch Hören und Sprechen vermitteln.

DIE ALLTÄGLICHEN GRUNDKENNTNISSE STEHEN HIER IM VORDERGRUND !

Spaß miteinander haben, Kontakt untereinander aufbauen und dem Alltag durch die Kurstermine Struktur geben – all dies sind ebenso wichtige Bestandteile der Deutschkurse.

Vorwiegend werden in den Kursen Wörter und Sätze aus 12 Inhaltsbereichen geübt. Angefangen von Gruß- und Umgangsformen, dem Umgang mit Geld (die Zahlen), Benennung von Lebensmitteln, Kleidungsstücken oder Berufen, bis hin zu bei uns allgemein geltenden Regeln, gibt es viele Begebenheiten des täglichen Lebens, über die gesprochen werden kann.

Und mit den gelernten Wörtern werden dann bereits auch kurze Sätze geschrieben.

Wir begleiten auch Schutzsuchende, die unsere lateinischen Buchstaben neu erlernen müssen, damit sie lesen und schreiben und dann auch die deutsche Sprache verstehen können.

Alle Lernenden sind in Gruppen von 10 – 12 Schülern eingeteilt, die mit ein bis zwei Helfern zusammen lernen und üben. In der Regel können die Schüler zwei Kurse pro Woche besuchen.

Als Helfer für die Deutschkurse ist jeder willkommen, der Spaß daran hat mit den Schutzsuchenden zu sprechen, zu schreiben und zu lesen. Dafür sollte man pro Woche ca. zwei Stunden aufwenden können (mehr geht natürlich immer!).

Unterstützung erfolgt durch ein Einarbeitungs- und Unterrichtskonzept, durch Materialien und die Möglichkeit des „Schnupperns“. Es finden auch regelmäßige Austausch- und Informationstreffen aller Deutschlehrer statt.

Die Gemeinde Poing hat mit dem Helferkreis einen Schulungsraum mit PC–Arbeitsplätzen und einem Beamer eingerichtet, somit kann auch computergestützter Deutschunterricht abgehalten werden (einfache PC–Bedienung).

 

Offener Lerntreff im Familienzentrum

Der Offene Lerntreff "Übung Deutsch", ist ein Angebot des Familienzentrums und richtet sich an alle Schutzsuchenden, die zusätzlich zum Deutschkurs eine Verbesserung ihrer praktischen Deutschkenntnisse erreichen wollen. Den Interessierten werden ein Platz zum Lernen, sowie Möglichkeiten zur Anwendung der deutschen Sprache angeboten. Ehrenamtliche stehen zur Unterstützung und als Gesprächspartner bereit. Die Schutzsuchenden bringen eigene Lernmaterialien mit und können ohne Anmeldung am „Offenen Lerntreff“ teilnehmen. Jeweils Dienstag und Donnerstag von 15 – 17 Uhr, findet der Offene Lerntreff im Café des Familienzentrums, Bürgerstraße 1, statt.

 

"Spielen mit Deutsch" im Familienzentrum

Zu "Spielen mit Deutsch" werden einmal im Monat Schutzsuchende und Poinger Bürger ins Familienzentrum eingeladen. Je nach Gruppenzusammensetzung und Sprachniveau werden unterschiedliche Spiele ausgewählt. Die Asylbewerber erweitern und festigen spielerisch ihren Wortschatz und können die deutsche (Aus-)Sprache trainieren. Wer Interesse an diesem Angebot hat, kann gerne spontan zum Spiele-Abend vorbeikommen. Die Termine werden rechtzeitig im Poinger Ortsnachrichtenblatt veröffentlicht.

 

Integrationshilfen

Neben den Deutschkursen ist die Integrationsunterstützung durch die Helfer wichtig, d.h. die Einführung in das tägliche Leben in Deutschland - Die Schutzsuchenden müssen zum Beispiel den Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln erlernen, Fahrpläne verstehen, Tickets korrekt kaufen, das ist praktizierte Hilfe vor Ort.

Stichwörter hierzu sind:

Einkaufen, Öffentlicher Nahverkehr, Fahrkartenpflicht, Ortserläuterung, Was finde ich wo? Ressourcenschonung, Mülltrennung, Gemeindeverwaltung, Landratsamt, Verhalten in der Öffentlichkeit, Respekt anderen Personen gegenüber, politische und religiöse Toleranz, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Pünktlichkeit, Regelmäßigkeit, etc.

Das Internet ist voll mit guten Ratschlägen zur Integration. Der Ansprechpartner für schwierige Fälle sollte der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung sein.

http://www.integrationsbeauftragter.bayern.de/faq.html

und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/IntegrationskurseAsylbewerber/integrationskurseasylbewerber-node.html

 

Integrationskurse

Integrationskurse sind grundsätzlich für alle Interessenten/Schutzsuchenden möglich.

Sie bereiten gezielt auf den Deutsch-Test für Zuwanderer (Stufe A2-B1) vor. Diese Integrationskurse entsprechen den Vorgaben des BAMF.

Sie können von den Schutzsuchenden in den Schulen gebucht werden. Die Anmeldung muss persönlich erfolgen.

Die Kurse kosten natürlich Geld. Entweder die Kurse können selbst bezahlt werden oder es muss ein Antrag auf Zulassung (mit Kostenübernahme) beim BAMF gestellt werden.

Hierbei unterstützt der Helferkreis sowohl die Antragstellung als auch die erste Kontaktaufnahme mit den Schulen. Gegebenenfalls werden weitere Maßnahmen begleitet.

Momentan (Stand 06/2016) erhalten Schutzsuchende aus Eritrea, Irak, Iran und Syrien mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Bestätigung vom BAMF. Das bedeutet, dass sie diese Kurse dann kostenfrei besuchen können.

 

Behörden und Ärzte

Schon für Deutsche sind amtliche Vordrucke, sperrige Formulierungen und Abläufe von behördlichen Verfahren nicht immer leicht zu verstehen. So gut wie chancenlos sind da Schutzsuchende, die regelmäßig Post von mehreren Behörden erhalten und meistens schon nach dem ersten Satz kapitulieren.

In unseren Unterkünften gibt es keine Anlaufstellen, um in dringenden Angelegenheiten zu helfen und zu verhindern, dass Fristen verstreichen. So ist die geduldige Erläuterung des Inhalts solcher Schreiben für den Schutzsuchenden und vor allem seine Begleitung zu den Behörden eine der wichtigsten Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer in Poing. Meistens geht es dabei um den Kontakt zum Rathaus in Poing, zum Landratsamt, zum Jobcenter und zur Agentur für Arbeit, alle in Ebersberg.

Von besonderer Wichtigkeit ist bei ernsthaften Erkrankungen der schnelle Kontakt zu einem Allgemeinarzt, der den Patienten üblicherweise bei Bedarf auch zu einem Facharzt überweist. Es hört sich ganz einfach an. Wenn man aber bedenkt, dass der Schutzsuchende nicht selbstständig krankenversichert ist, sich schlecht zu seinen gesundheitlichen Problemen artikulieren kann und in jedem Fall erst einen Behandlungsschein vom Kostenträger Landratsamt Ebersberg beschaffen muss, wird das Ganze schon komplizierter. Man bedenke, der Behandlungsschein für den Allgemeinarzt bzw. die weiterführende Behandlung bei Fachärzten und eine Spezialuntersuchung kann nur zu den üblichen Bürozeiten des LRA in Ebersberg – zu Öffnungszeiten bitte auf der Homepage http://www.lra-ebe.de informieren - durch den Schutzsuchenden selbst abgeholt werden. Ohne Behandlungsschein wird der Arzt für seine Leistung nicht bezahlt. Der persönliche Kontakt des Helfers, u.U. auch zusammen mit einem Dolmetscher, zu den niedergelassenen Ärzten ist daher wichtig.

 

Ärztesprechstunde in der Halle

Um gesundheitliche Probleme so früh wie möglich erkennen und behandeln zu können, ist auch eine Ärztesprechstunde an der Gemeinschaftsunterkunft der Halle Seerosenstr. 13a (später Halle Grub) eingerichtet worden.

Poinger Ärzte und Apotheker sowie andere medizinische Helfer halten einmal wöchentlich am Mittwochnachmittag eine Sprechstunde in der Unterkunft ab, die von den Schutzsuchenden nach Anmeldung in Anspruch genommen werden kann. Unabhängig von dieser Sprechstunde können die Helfer in Notfällen den ärztlichen Notdienstanrufen. Die erforderlichen Informationen sind im Eingangsbereich der Unterkunft ausgehängt und der Security bekannt.

 

Arbeit/Jobcenter

Wenn ein Schutzsuchender die wichtigste Hürde - genügend gute Deutschkenntnisse - genommen hat, will der Helferkreis ihm bei der nächsten wichtigsten Zielsetzung helfen, einen Arbeitsplatz zu finden.

Die Hilfe beginnt mit der Erstellung eines Lebenslaufs, Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen, Vermittlung von Praktikumsplätzen und endet nach einigen Behördengängen bei der Arbeitserlaubnis und idealerweise einem Arbeitsvertrag.

Es gibt viele Wege um einen Arbeitsplatz oder auch Ausbildungsplatz zu finden.

Helfer erfahren aus ihrem Umfeld, dass eine Firma Mitarbeiter sucht. Die Verknüpfung zwischen Firma und Schutzsuchenden herzustellen, dem Schutzsuchenden bei den diversen rechtlichen und behördlichen Abläufen zu helfen, ist eine umfangreiche, und bei Erfolg unglaublich zufriedenstellende Aufgabe.

Ein anderer Weg ist der Gewerbeverband Poing. Die Helfer dieses Teams halten Kontakt zum Gewerbeverband und reagieren schnell, wenn sich auf diesem Weg eine Chance für Arbeitsplätze ergibt. http://www.bds-poing.de/easycms/

Der wohl bekannteste Weg geht - je nach Status des Betroffenen - über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter in Ebersberg. Hier sind der Helfer und der Schutzsuchende in einer mehr passiven Rolle, da nach der Anmeldung im Jobcenter von dort Angebote kommen, auf die dann zu reagieren ist.

Gleichgültig über welchen Weg ein Arbeitsplatzangebot bekannt wird, unterstützt von einem kundigen Helfer hat der Schutzsuchende bei der ersten Bewerbung hoffentlich weniger Probleme, die er sonst alleine kaum lösen könnte.

 

Kleiderkammer

Kleiderspenden helfen vielen Schutzsuchenden ihr knappes Budget nicht gleich am Anfang zu überlasten. Ein Schutzsuchender, der im Winter zu uns kommt, hat nicht immer die richtige Kleidung. Die Helfer der Kleiderkammer sammeln Kleiderspenden, geben Annoncen mit der Bitte um Spenden auf, sortieren und prüfen die Stücke und verteilen letztlich die Kleidung so gerecht wie möglich. Die Kunden zahlen einen geringen Preis für die angebotenen Kleidungstücke und Schuhe. Hiervon wird weitere Bekleidung erworben, die nicht durch Spenden zur Verfügung gestellt werden.

 

Patenpool des Familienzentrums

Eine Patenschaft beinhaltet die Betreuung eines erwachsenen Schutzsuchenden oder

die Betreuung eines minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlings.

 

Patenschaft für einen erwachsenen Schutzsuchenden

Bei dem Patenprojekt des Familienzentrums geht es um die persönliche Betreuung eines Schutzsuchenden.

Die Paten begleiten die Schutzsuchenden in ihrer neuen Lebenssituation und helfen ihnen über den Deutschunterricht hinaus, die deutsche Sprache und den deutschen Lebensalltag zu erlernen und zu erfahren. Der Pate kann bei bürokratischen Angelegenheiten helfen oder auch bei alltäglichen Dingen, wie der Bedienung eines Fahrkartenautomaten oder der Eröffnung eines Bankkontos.

Viele Schutzsuchende können noch kein Deutsch, die wenigsten Englisch und sie kommen aus Ländern mit anderen Traditionen, anderen gesellschaftlichen und kulturellen Wertvorstellungen. Die Paten können helfen, ihre Schützlinge individuell mit den Gepflogenheiten und Werten in unserem Kulturkreis vertraut zu machen. Durch das Offensein für andere Kulturen sind die Paten auch Mittler zwischen den Kulturen und tragen somit dazu bei, dass Vorurteile und mögliche Ängste im Ort erst gar nicht entstehen, bzw. abgebaut werden. Daher hilft am Anfang oftmals, sich einfach nur so zu treffen und spielerisch die Sprache zu erlernen. Hier sind der Kreativität des Paten keine Grenzen gesetzt.

Ein Pate zu sein ist eine sehr persönliche, aber auch verantwortungsvolle Aufgabe. Manche Paten treffen sich mit ihren Schützlingen 1 – 3-mal die Woche, andere haben weniger Zeit und treffen sich nur einmal wöchentlich oder nach Bedarf in unregelmäßigen Abständen. Jedem Paten sollte bewusst sein, dass diese Aufgabe nicht innerhalb von ein paar Wochen beendet ist. Pate sein heißt für jemand anderen da zu sein. Diese Patenschaft ist auch ein Gewinn für den Paten, der durch seinen Schützling eine andere Kultur und neue Sichtweisen kennen lernt.

Patenschaft für einen minderjährigen, unbegleiteten Schutzsuchenden

Minderjährige, unbegleitete Schutzsuchende brauchen Paten die ihnen helfen, neue soziale Beziehungen in einer für sie unbekannten Kultur, ohne eigenen familiären Rückhalt, aufzubauen. Sie brauchen einen Platz an dem sie sich sicher und geborgen fühlen können. Als Pate/Patin können sie dazu beitragen, dass der junge Mensch einen sicheren Alltag erleben kann. Dazu gehört neben der Einschreibung in den Kindergarten oder die Schule, die Hilfe bei Anträgen, Behördengängen, insbesondere auch die Bewältigung von Alltagsproblemen, bei denen der sichere Hafen einer Familie notwendig ist. Bei einer Patenschaft für einen minderjährigen Schutzsuchenden handelt es sich um eine langfristige Begleitung, durch alle Belange die das Leben eines Kindes oder Jugendlichen ausmachen.

 

Freizeit/Sport

Viele der ja meist noch sehr jungen Schutzsuchenden sind sehr sportlich und möchten auch gerne hier am Vereinssport teilnehmen. Jeder Helfer, der selbst Mitglied in einem Verein ist, hat damit fast automatisch die Möglichkeit Schutzsuchenden die Tür zu einem Verein zu öffnen. Die Vereine bieten auch immer wieder kostenlose „Gastmitgliedschaften“ an.

Das Team Sport sucht gemeinsam mit den Poinger Vereinen nach Möglichkeiten, auch spezielle Trainingsangebote für die Asylsuchenden („Dreamteam Poing“ beim Fußballturnier der AH, eigene Trainingszeiten im Kraftraum, etc.) einzurichten. Auch die Teilnahme an anderen Sportaktivitäten (z. B. Lauftreffs, Schwaiger Forstlauf) wird ermöglicht und organisiert. Ebenso erfolgt in Kooperation mit der Kleiderkammer und speziellen Spendenprojekten (z.B. www.betterplace.com - „Sport für Flüchtlinge in Poing“) die Unterstützung der sportwilligen Asylsuchenden mit Sportbekleidung und -ausrüstung.

Freizeitgestaltung, häusliches Kochen in Poinger Familien/ bei Einwohnern der Gemeinde Poing ist eine besonders erfahrungsreiche Art der Integration.

Von verschiedenen Institutionen werden allerlei Freizeitangebote und Veranstaltungen angeboten. Es wird hierzu eine laufende Information, auch über das Ortsnachrichtenblatt, bereitgestellt, was wo und wann geboten wird. Von Helfern werden Ausflüge und gesellige Veranstaltungen organisiert, an denen man gerne teilnehmen kann und so die Möglichkeit bekommt mit den Schutzsuchenden in Kontakt zu kommen. Vielleicht ergibt sich daraus sogar eine Patenschaft.

 

Café International des Familienzentrums

Das Café International des Familienzentrums bietet den Schutzsuchenden verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an. Bei diesem Angebot stehen das Spiel und der Spaß im Vordergrund. Aus diesem Grund findet das Café international, in Kooperation mit dem Jugendreferat, im Jugendzentrum, Friedenstr.3, statt. Die Räume des JUZ bieten neben einem Kicker, Billardtisch, Darts und einer Tischtennisplatte auch Videospiele. Lernwillige können das Café auch zu einer zusätzlichen Übungseinheit nutzen. Das Café International wird von Ehrenamtlichen betreut, die neben einer Runde Kicker, auch gerne bei den Deutschübungen helfen bzw. Fragen zu Arbeitsmöglichkeiten und Behördengängen beantworten. Die Öffnungszeiten sind montags von 19:00-21:30 Uhr und freitags von 10:00-13:00 Uhr.

 

Mobilität und Fahrradwerkstatt

Nichts Kompliziertes, aber es gehört zur Erreichung einer gewissen Lebensqualität mobil zu sein. Die Schutzsuchenden haben ja keinerlei Beförderungsmittel. Jeder freut sich daher über ein Fahrrad. Auch hier beschafft eine kleine Gruppe Helfer Fahrräder, Anhänger, Reparaturwerkzeug, Sicherungsschlösser und alles was man braucht. Mit Spendenaufrufen, hinterlegten Suchen am Wertstoffhof und Kontakten zum Baubetriebshof der Gemeinde (nicht abgeholte Fundräder) werden Fahrräder beschafft und mit Hilfe einer eigenen und den Fahrradwerkstätten der Schulen unter tätiger Mitarbeit von Schutzsuchenden hergerichtet. Unter Anleitung der Helfer können die Schutzsuchenden selbst an der Reparatur von Fahrrädern mitwirken. Die Helferkreis-Fahrradwerkstätte ist im Alten Pfarrheim in der Anzinger Str. in Poing untergebracht.

 

Nations Committee

Das Nations Committee stellt die Verbindung auf operativer Ebene zwischen den Schutzsuchenden und dem Helferkreis her. Wenn bis zu 300 Schutzsuchende aus mehr als zehn Nationen auf engsten Raum zusammenleben müssen, bleiben Spannungen und Probleme zwischen den Bewohnern nicht aus. Auch im Verhältnis zu den Helfern kommt es alleine durch die Sprachbarriere zu Missverständnissen. Weiter sind die von den deutschen Behörden vorgegebenen organisatorischen Rahmenbedingungen nicht immer optimal für die Schutzsuchenden. Um hier zwischen Schutzsuchenden und Helfern einen besseren Austausch von Ideen und Wünschen zu ermöglichen, wurde das Nations Committee ins Leben gerufen. An jeder Lokation kann ein Nations Committee etabliert werden, die Ausprägungen hierzu sind individuell zu gestalten, grundsätzlich hat sich der folgende Ansatz bewährt:

 

Die Maximen des Zusammenlebens in einer Gesellschaft sollen gefördert werden:

Gewaltfreiheit, Gleichheit und gegenseitiger Respekt bilden die Grundlage allen Handelns.
Die Freiheit jedes Einzelnen hört dort auf, wo die des Anderen beginnt (Hannah Arendt).

 

Sie möchten für Schutzsuchende Helfer werden?

Wenn Sie auch gerne als Helfer tätig werden wollen, dann melden Sie sich bitte in der Gemeinde an und teilen das Aufgabengebiet mit, in dem Sie sich einbringen können.

Die Anmeldung können Sie persönlich oder elektronisch über die Homepage der Gemeinde Poing vornehmen:

https://www.poing.de/leben-freizeit/asylbewerber/so-koennen-sie-helfen.html

Für den Aufgabenbereich den Sie ausgewählt haben, wird Ihnen ein Ansprechpartner vermittelt werden.

Sie können sich auch direkt an die in dieser Broschüre enthaltenen Email Adressen der einzelnen Aufgabenbereiche wenden.

 

Das digitale Forum „Helferkreis Poing“ zur laufenden Information und Kommunikation mit entsprechenden Zugriffsberechtigungen für jedes Team und jeden Helfer ist die zentrale Kommunikationsplattform.

Bitte melden Sie sich hier ebenfalls an:

http://helferkreis-poing.de/pages/forum.php

 

Informationen durch die Gemeidne Poing

Viele Informationen zum Thema Asylbewerber und Flüchtlinge finden Sie auch auf der Webpage der Gemeinde Poing

https://www.poing.de/leben-freizeit/asylbewerber.html